Liegt Ihr nachts auch manchmal wach, starrt an die Decke und im Kopf läuft der absolute Katastrophenfilm in Dauerschleife? Damit seid Ihr in bester Gesellschaft. Statistisch gesehen verliert über die Hälfte aller Menschen regelmäßig den Schlaf, weil sie sich exzessive Sorgen um die Zukunft, die Finanzen oder das Wohl der eigenen Familie machen. Das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich, raubt uns die Energie und lässt uns morgens gerädert aufwachen.
Sorgen sind im Grunde nichts anderes als der unbewusste Versuch, die Kontrolle über das Unbekannte zu behalten. Doch ab welchem Punkt fangen sie an, unseren Körper schleichend zu vergiften – und wie können wir die mentale Bremse im System wieder aktivieren?
Volkers schlaflose Nacht: Die Illusion der Bedrohung
„Wie mächtig diese Sorgenschleifen sind, durfte ich erst im letzten Jahr wieder erleben. Ein extrem wichtiger Kundentermin stand an, bei dem es um einen lukrativen Jahresvertrag für unser Business ging. Eigentlich eine tolle Chance – doch mein Gehirn machte daraus in der Nacht zuvor ein absolutes Schreckensszenario. Ich malte mir alle Eventualitäten aus, wälzte mich von links nach rechts und verbrachte eine komplett schlaflose Nacht.
Das Absurde daran? Als der Termin am nächsten Morgen stattfand, verlief das Gespräch absolut harmonisch, professionell und endete mit einer wunderbaren Überraschung, mit der ich im Traum nicht gerechnet hätte. Die gesamte nächtliche Panik war reine Energieverschwendung. Mein Verstand hatte eine Bedrohung inszeniert, die in der Realität niemals existierte.“
Meikes „Empty Nest“ auf Probe: Wenn das Mutterherz loslassen muss
„Eine ganz andere Dimension von Sorgen durfte ich erleben, als unsere beiden Söhne im Alter von gerade einmal 15 und 16 Jahren beschlossen, für ein ganzes Jahr an das andere Ende der Welt nach Südafrika zu gehen. Das war für mich das „Empty Nest“ auf Probe – und mein Mutterherz schlug im Vorfeld im absoluten Alarmmodus. Was, wenn ihnen etwas passiert? Was, wenn sie unerträgliches Heimweh haben?
Das Loslassen tat weh, oft wanderten meine Gedanken zu ihnen ans Kap.
Doch als die beiden nach einem Jahr zurückkamen, standen da plötzlich zwei reife, selbstbewusste junge Männer vor mir, die an dieser Erfahrung unglaublich gewachsen waren.
Auch hier wurde mir klar: Die meisten unserer Sorgen sind unbegründet. Wir wollen unsere Liebsten beschützen und nehmen ihnen durch unsere eigenen Ängste manchmal fast die Chance, eigene wertvolle Erfahrungen zu sammeln.“
Der Ausstieg aus der Sorgenschleife
Wenn wir diese Erlebnisse analysieren, stellen wir fest, dass Sorgen fast immer in der Zukunft spielen – einem Ort, den es im Hier und Jetzt überhaupt noch nicht gibt.
Ein wunderbares Zitat von Mark Twain bringt es perfekt auf den Punkt:
„Ich habe einige schreckliche Dinge in meinem Leben durchgemacht und manche davon sind tatsächlich passiert.“
Wir vergiften unsere Gegenwart mit der Angst vor einem Morgen, das meistens völlig anders eintreffen wird, als wir denken.
Eine zeitlose Lektion am Gründonnerstag: Die Kunst des extremen Loslassens
Diese psychologische Zauberformel ist übrigens keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Eine der faszinierendsten und gleichzeitig dramatischsten Demonstrationen dieser mentalen Kunst ereignete sich vor über 2000 Jahren am Gründonnerstag. Völlig unabhängig von persönlicher Religion bietet die Geschichte von Jesus in jener Nacht eine wahre Meisterklasse im Umgang mit existenzieller Angst.
Obwohl er mit absoluter Gewissheit wusste, dass ihm am nächsten Tag das Schlimmste bevorstand – Verrat, Folter und der eigene Tod –, traf er an diesem Abend eine bemerkenswerte Entscheidung. Anstatt in lähmende Panik zu verfallen oder sich im unendlichen Grübeln zu verlieren, schuf er ganz bewusst einen Raum für das Hier und Jetzt. Er setzte sich mit seinen Freunden an einen Tisch, feierte die Liebe, brach das Brot und kreierte einen Moment der tiefsten Verbundenheit. Er lebte diesen letzten Abend nicht als furchtbare Vorstufe des morgigen Leidens, sondern als eigenständiges, kostbares Heute. Er nahm die Angst an, ließ sie für diesen Moment los und entschied sich bewusst für die Gegenwart.
Möchtet Ihr Euer Gedankenkarussell endlich anhalten und die Leichtigkeit zurückgewinnen?
Dabei kann uns eine zeitlose Methode von Dale Carnegies Klassiker „Sorge dich nicht – lebe!“ Unterstützen. Was genau wir aus diesem Buch als sehr wichtig für unser tägliches sorgenfreies Leben empfinden, erzählen wir Euch in der 2. Folge unseres Podcasts „reif & frei“. Außerdem gehen wir noch einen Schritt weiter und teilen unseren ganz persönlichen Erste-Hilfe-Koffer gegen das Grübeln mit Euch. Wir erklären Euch die hochwirksame 4-6-Atemtechnik, mit der Ihr Euer Nervensystem bei der nächsten Angstwelle sofort herunterregelt, und zeigen Euch, wie Ihr mit einem einfachen 5-Minuten-„Brain Dump“ Euren Kopf vor dem Schlafen komplett entleert.
Außerdem vertiefen wir die bewegende Geschichte im Garten Getsemane.
Hört gerne rein – wir freuen uns auf Eure ganz persönliche Entscheidung, dabei zu sein!
ÜBER UNS

Meike Völkner & Volker Nunhardt
Als Ehepaar und Experten-Team begleiten wir Menschen in der zweiten Lebenshälfte dabei, Umbrüche als kraftvolle Neuanfänge zu gestalten. Auf unserer Plattform bieten wir mit Online-Kursen, Podcasts und Retreats ganzheitliche Strategien für mehr innere Ruhe und Selbstvertrauen. Unser Ziel ist es, ein stabiles Fundament zu bieten, auf dem Männer und Frauen in der Lebensmitte ihre persönliche Freiheit und Souveränität neu definieren können.
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