Es gibt einen Kompass, der zeigt nicht nach Norden, sondern exakt in die Richtung dessen, was Du im Leben gerade am sehnlichsten begehrst. Wenn Dein Leben gerade Kopf steht und alte Sicherheiten einfach wegbrechen, dann brauchst Du genau diesen Wegweiser. Kennst Du das Gefühl, wenn im Leben plötzlich alles ruckelt? Wenn Du jahrelang dachtest, Du hast echt alles im Griff, und von einer Sekunde auf die andere verlierst Du komplett den Kurs?
Wenn der Werkzeugkoffer den Kompass blockiert
Volker kennt dieses Gefühl des plötzlichen Kursverlusts im wahrsten Sinne des Wortes vom Wasser:
„Ich war vor einiger Zeit mit meinem besten Freund auf einem Segeltörn unterwegs. Ein herrlicher, sonniger Tag, wenig Wind, der Motor lief ruhig, der Autopilot war eingeschaltet. Alles war unter Kontrolle – dachte ich zumindest. Plötzlich gab es einen heftigen, völlig unerwarteten Ruck. Das Boot machte eine brutale 90-Grad-Kehre, schoss quer zu den Wellen und ich wäre beinahe über Bord gegangen! Kein Sturm, kein Grundkontakt. Des Rätsels Lösung war banal, aber fatal: Mein Freund hatte einen Metall-Werkzeugkoffer genau auf die Steuereinheit des Autopiloten gestellt. Der Kompass war blockiert, das System völlig orientierungslos.“
Genau das passiert so vielen von uns im echten Leben. Jahrelang läuft der Alltag wie auf Schienen. Du managst die Kinder, den Job, das Haus. Dein innerer Autopilot steuert Dich gewissenhaft durch die Zeit – bis das Leben Dir einen metaphorischen Werkzeugkoffer auf das System knallt: Die Kinder ziehen plötzlich aus, das Haus ist leer, eine Beziehung bricht weg oder im Job verändert sich alles. Der verlässliche Autopilot fällt mit einem riesigen Ruckeln aus. Und da stehst Du am Steuer Deines Lebens und merkst: Ich habe keine Ahnung mehr, wohin ich eigentlich will.
Wir beide wissen genau, wie sich dieser emotionale Nebel anfühlt.
Meike: „Ich stand damals mit meinen drei kleinen Kindern (3, 6 und 8 Jahre alt) an einem Punkt, an dem mein Autopilot komplett blockiert war. Ich musste mich neu kalibrieren, verließ meinen damaligen Mann und stand plötzlich in den Wochen des Wechselmodells in einer völlig leeren, stillen Wohnung. Und auch Volker traf es letztes Jahr eiskalt, als er berufsbedingt 100 Kilometer weit weg von seiner fast 17-jährigen Tochter ziehen musste und der gewohnte „Vater-auf-Abruf-Alltag“ von heute auf morgen wegbrach.“
Warum Dir ein normaler Kompass jetzt nicht hilft
In solchen Krisen suchen wir Menschen panisch nach Orientierung. Wir wollen ein Navi, das uns starr sagt: „Fahr nach Norden, dann wird alles gut.“ Als die Menschheit vor Jahrtausenden in China den Magnetkompass erfand, geschah das aus der nackten Angst der Seefahrer vor dem Nebel auf offener See.
Für Schiffe ist dieser starre Nord-Kompass perfekt. Doch auf Deine individuelle Lebensreise lässt sich das Magnetfeld nicht anwenden. Wenn Dein Nest leer ist, gibt es keinen Standard-Kurs, der für alle passt. Du brauchst keinen Kompass, der Dich „einnordet“, sondern ein Werkzeug wie der magische Kompass von Captain Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“: Ein Instrument, das exakt dorthin zeigt, was Du in Deinem Inneren gerade am sehnlichsten begehrst und brauchst.
Inspiriert von den indigenen Völkern Australiens, die sich auf ihrem Walkabout an sieben statt an vier Richtungen orientieren, haben wir den 7-Wege-Kompass entwickelt. Und im Moment des großen Ruckelns zeigt Eure Nadel meistens in eine ganz bestimmte, schmerzhafte Richtung:
1. Der Westen & Die Erde: Das große Loslassen
Der Westen ist die Richtung des Sonnenuntergangs und des Herbstes, in dem die Bäume ihre Blätter verlieren. Es ist die Phase des Abschieds. Gekoppelt ist der Westen mit dem Element Erde – dem Materiellen, dem Greifbaren. Es ist das leere Zimmer, das plötzlich so ordentlich bleibt. Das ungenutzte Geschirr im Schrank. Die kilometerweite Distanz zum Kind. Das tut weh. Aber die Erde gibt Dir auch den nötigen Halt und den Boden, um nicht weggeweht zu werden. Der Fehler, den viele machen: Wir hassen den Schmerz und wollen den Westen sofort überspringen, um direkt in den Osten (den Neubeginn) zu jagen.
Meike: Ich bin damals nach meiner Trennung auch sofort in eine neue Partnerschaft geflüchtet – und gescheitert. Man kann den Westen nicht veräppeln. Ohne bewussten Abschluss nimmst Du den alten Ballast mit.
2. Der Norden & Der Himmel: Die absolute Klarheit
Nach dem Herbst kommt unweigerlich der Winter: Der Norden steht für Stille, Rückzug und die unbequemen Fragen: Wer bin ich ohne meine alten Rollen?
Meike: Ich bin damals vier Wochen allein auf dem Jakobsweg gepilgert – das war mein Norden. Gekoppelt an den Himmel – die Dimension der Visionen und der Spiritualität – blickst Du hier weg vom reinen Funktionieren hin zum großen Ganzen und Deiner tieferen Lebensaufgabe.
3. Der Osten: Der gesunde Frühling
Erst wenn der Norden die Vorarbeit geleistet hat, darf der Osten anbrechen. Hier geht die Sonne auf, der Frühling kommt, neue Ideen werden geboren und Du spürst wieder echten Tatendrang und Lust, neue Segel zu setzen – ganz ohne alten Ballast.
4. Der Süden: Der Sommer des Lebens
Hier feierst Du Deine echte, neue Freiheit, spürst die pure Lebensfreude und darfst die Früchte Deiner Reise endlich in vollen Zügen genießen.
5. Das Ziel: Deine eigene Mitte
Erst wenn Du die Stabilität der Erde unter Deinen Füßen und die unendliche Weite des Himmels über Dir verbindest, richtet sich die alles entscheidende siebte Richtung aus: Deine eigene Mitte.
Deine Mitte ist der Ort in Dir, an dem Du wieder voll in Deiner Kraft bist. Du wirst von den Stürmen des Lebens nicht mehr umgepustet, weil Du alle Richtungen integriert hast: Du erlaubst Dir, im Westen loszulassen, hältst die Stille des Nordens aus, nutzt die Kraft des Ostens und feierst den Süden. Du bist nicht mehr Opfer der Umstände, sondern der Kapitän auf Deinem eigenen Schiff.
Deine Übung für den Alltag: Das Erdungs-Ritual im Westen
Wenn Du das nächste Mal an diesem leeren Zimmer vorbeigehst oder am Küchentisch sitzt und die schmerzhafte Stille spürst:
Bleib genau da stehen. Lauf nicht weg, flüchte nicht an den Kühlschrank oder ans Smartphone.
Atme dreimal tief durch die Nase ein und lang durch den Mund wieder aus.
Spür den Boden unter Deinen Füßen. Das ist Deine Erde, Dein Fundament, das Dich hält.
Sprich leise zu Dir selbst: „Das Alte darf gehen, damit Platz für mein Neues entsteht.“
Lass die Tränen laufen. Sie gehören zum Westen und sie reinigen Dich.
Hermann Hesse hat es einmal perfekt auf den Punkt gebracht: „Man muss ins Gelingende schreiten, nicht ins Gelingende hineingeboren werden.“
Umbrüche sind kein Fehler im System, sondern die Einladung Deines Lebens, den Autopiloten auszuschalten.
Möchtest Du wissen, in welcher Himmelsrichtung Du gerade stehst und welche Richtung Eures Lebensweges gerade mehr Aufmerksamkeit braucht?
Genau für Deine Situation haben wir auf unserer neuen Webseite einen kurzen, kostenlosen Kompass-Check-up kreiert: Unser Kompass-Quiz! In nur wenigen Minuten erfährst Du, wo Du gerade stehst und wie Du Deine schwächere Richtung stärken kannst, um wieder in Deine kraftvolle Mitte zu kommen.
ÜBER UNS

Meike Völkner & Volker Nunhardt
Als Ehepaar und Experten-Team begleiten wir Menschen in der zweiten Lebenshälfte dabei, Umbrüche als kraftvolle Neuanfänge zu gestalten. Auf unserer Plattform bieten wir mit Online-Kursen, Podcasts und Retreats ganzheitliche Strategien für mehr innere Ruhe und Selbstvertrauen. Unser Ziel ist es, ein stabiles Fundament zu bieten, auf dem Männer und Frauen in der Lebensmitte ihre persönliche Freiheit und Souveränität neu definieren können.
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